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Tochter nimmt Drogen und hat Ausbildung abgebrochen

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Wenn Ihre Tochter Drogen nimmt und sich ihr Verhalten plötzlich verändert, kann das sehr verunsichern. Sie stehen vor der Frage, wie ernst die Situation ist und wie Sie helfen können, wenn Ihr Kind sich eher zurückzieht.

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Erfahrungsbericht

Meine 17-jährige Tochter war früher motiviert und erfolgreich. Nach der Schule begann sie eine Ausbildung, brach diese jedoch ab – inzwischen mehrfach. Anfangs engagiert, lässt das schnell nach.

Seit einigen Monaten weiß ich, dass sie regelmäßig konsumiert. Als ich sie darauf angesprochen habe, reagierte sie abweisend. Auch Freunde berichten davon.
Vor kurzem kam sie verzweifelt zu mir. Sie hatte Angst vor der Zukunft und sogar vor dem Tod. Ich fühle mich hilflos und weiß nicht, wie ich ihr helfen kann.
[Diana]

Tochter nimmt Drogen: Was dahinter stecken kann

Liebe Anfragende, vielen Dank für Ihre offene Schilderung. Als Mutter erleben Sie derzeit eine sehr belastende Situation. Es ist schmerzhaft zu sehen, wie das eigene Kind leidet und scheinbar immer weiter den Halt verliert. Ihr fortwährendes Angebot, für Gespräche da zu sein, bleibt dennoch wichtig. Auch wenn Ihre Tochter dieses Angebot nur gelegentlich annimmt, vermitteln Sie damit Verlässlichkeit und Halt.

Solche Veränderungen entstehen oft in Lebensphasen, in denen viel Druck entsteht. Der Übergang von Schule zu Ausbildung kann für viele junge Menschen überfordernd sein.

Wenn Orientierung fehlt und Zukunftsfragen offen bleiben, nehmen Selbstzweifel zu. Gefühle wie Unsicherheit oder innere Leere können dann stärker werden. Manche Jugendliche ziehen sich zurück oder greifen zu riskanten Strategien, um mit dem inneren Druck umzugehen.

Tochter nimmt Drogen: Wie Sie reagieren können

Auch wenn die Situation belastend ist, bleibt Ihr Verhalten als Elternteil ein wichtiger Anker. Es geht weniger darum, sofort eine Lösung zu finden, sondern darum, stabil und klar zu bleiben.

Wichtig ist vor allem:

  • Drogenkonsum klar nicht akzeptieren
  • ruhig bleiben und Eskalationen vermeiden
  • Gesprächsbereitschaft aufrechterhalten

Selbst wenn Gespräche selten stattfinden, vermitteln Sie Verlässlichkeit und Halt.

Wenn Ihre Tochter keine Hilfe annimmt

Viele Jugendliche sprechen nicht offen über ihre Probleme. Scham oder Überforderung führen oft dazu, dass sie sich zurückziehen.

Gleichzeitig kann es ihnen leichter fallen, sich anderen Personen anzuvertrauen. Das können Freunde, Verwandte oder auch Personen aus Schule oder Ausbildung sein.

Wenn Ihr eigener Einfluss an Grenzen stößt, kann es sinnvoll sein, weitere Bezugspersonen einzubeziehen. Zudem können Sie sich selbst professionell beraten lassen – auch unabhängig davon, ob Ihre Tochter bereits Hilfe annimmt.

Tochter nimmt Drogen: Unterstützung finden

Auch wenn Ihre Tochter aktuell keine Hilfe möchte, können Sie selbst aktiv werden und sich informieren.

Eine Möglichkeit bietet z. B. drugcom.de mit sachlichen Informationen und anonymen Beratungsangeboten.

  • Psychologin Marie Köster – Online Beratung

    Psychologin Marie Köster Diplom-Psychologin · Online-Beratung

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    Fachliche Schwerpunkte

    Marie Köster begleitet Erwachsene in herausfordernden Lebenssituationen und unterstützt sie dabei, belastende Erfahrungen zu verarbeiten, innere Stabilität zu stärken und neue Perspektiven zu entwickeln. Im Mittelpunkt stehen ein wertschätzender Umgang, individuelle Lösungen und nachhaltige Entlastung im Alltag.

    • Trauma und traumatische Erfahrungen
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    • Konflikte im Familienleben und Alltag
  • Die Antworten im Blog von Psychologen Online dienen als erste Orientierung. Sie ersetzen keine Psychotherapie und stellen keine ausreichende Unterstützung bei schweren psychischen Erkrankungen dar.
    Der jeweilige Blog-Artikel wurde unentgeltlich von einer Psychologin oder einem Psychologen von Psychologen Online verfasst. Er gibt die persönliche fachliche Einschätzung der Autorin bzw. des Autors wieder, die auf einer fundierten Ausbildung sowie praktischer Beratungs- und gegebenenfalls Therapieerfahrung basiert.
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