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GUTE VORSÄTZE AUCH UMSETZEN


Nun ist es wieder soweit. Noch mit dem Selbstüberschätzung begünstigenden Restalkohol des Vorabends im Blut macht man sich auf, das Jahresabo im Fitnessstudio abzuschließen, dabei das Bild der schon vor knapp zwei Jahren gekauften, aber immer noch original verpackten sündhaft teuren Sportklamotten vor Augen. Jetzt werden sie endlich zum Einsatz kommen! Und zwar jeden Tag! Aber wie schafft man es, dass aus dieser Motivation mehr wird als nur gute Vorsätze?


Prioritäten setzen!

Gute Vorsätze sind meist vielfältig und unverbindlich. Essgewohnheiten ändern, weniger Stress, weniger Fernsehen, sparsamer sein,… Nehmen Sie sich nicht zu viel auf einmal vor. Abnehmen, während Sie gleichzeitig mit dem Rauchen aufhören, ist sehr schwierig. Gehen sie es lieber einzeln an. Priorisieren sie. Wenn Sie die eine Herausforderung erstmal gemeistert haben, motiviert der
Etappensieg dazu, gleich auch noch den zweiten Punkt anzugehen.

Konkrete Pläne schmieden!

Sie möchten ordentlicher werden. Lobenswert. Aber was genau heißt denn „ordentlich“? Da gibt es zwischen „der Schimmel soll nicht anfangen zu stinken“ und „im blitzeblanken Spülbecken darf kein einziger Wassertropfen blinken“ wohl eine ganze Bandbreite an Definitionen. Also besser konkret: „Jeden Dienstag und Freitag putze ich, sobald ich von der Arbeit nach Hause komme und nach dem Abendessen räume ich grundsätzlich sofort die Spülmaschine ein.“ Wenn Sie Ihre Ziele so formulieren, lässt sich der Erfolg ganz einfach überprüfen.

Klare Handlungsanweisungen à la „Wann ist was zu tun?“ geben unmissverständlich den Weg vor. Wenn es sich um ein längerfristiges Ziel wie z.B. eine Gewichtsabnahme handelt, erstellen Sie einen Plan. Schreiben Sie genau auf, was Sie bis wann geschafft haben wollen. Unterteilen Sie Ihr
Hauptziel (10 kg weg) in einzelne Etappen (je 2 kg weg) und visualisieren Sie die Schritte, die zur Erreichung nötig sind (Kuchen weg). Je genauer und detaillierter der Plan, desto einfacher die Umsetzung.

Realistisch bleiben!

Gehen Sie bei den erwünschten Verhaltensänderungen Schritt für Schritt vor. Wenn Sie die letzten Jahre immer nur den Aufzug genommen haben, weil Sie schon bei der Treppe ins Schwitzen kamen, ist es nicht ratsam, sich von jetzt auf gleich für den Boston Marathon nächstes Wochenende anzumelden. Nehmen Sie sich lieber vor, zweidrei Mal die Woche im Park eine Runde joggen zu gehen. Wenn das gut klappt, können sie die Frequenz und/oder die Strecke erhöhen.

Gute Vorsätze öffentlich verkünden

Insbesondere den Menschen, die Sie insgeheim ein bisschen beeindrucken wollen. Was auf den ersten Blick nach einer verdammt blöden Idee klingt, zahlt sich beim Durchhalten oft aus. Den Gesichtsverlust, dass man nach zwei Tagen großspuriger Ankündigung seines zukünftigen Nichtraucherdaseins jetzt doch wieder zur Zigarette greift, möchte man sich doch ersparen. Also lieber weiter durchbeißen!
Außerdem kann man so auf Unterstützung aus dem Umfeld hoffen. So wird einem während einer Diät der Freund im Kino wohl keine Nachos mitbringen und die Nachbarin auch nicht spontan mit Schokokuchen vor der Tür stehen. Und falls sie es doch tut… Dann kommen wir gleich zum nächsten Punkt.

Rückschläge wegstecken!

Überlegen Sie sich, wie Sie mit möglichen Stolpersteinen umgehen. Sich mental schon im Vorhinein auf mögliche Hindernisse vorzubereiten macht es einfacher, in einer realen Situation darauf zu reagieren. Und selbst wenn Sie besagter Nachbarin und ihren Backkünsten mal nicht widerstehen - ein „Ausrutscher“ ist noch lange kein Versagen oder Scheitern! Verhaltensänderungen brauchen ihre Zeit, bis sie sich im Bewusstsein verankert haben und der Körper auch dementsprechend umgestellt ist. Ein Rückfall in alte Gewohnheiten kann also mal vorkommen. Werfen Sie daraufhin nicht alles gleich über Bord. Auch wenn der innere Schweinhund heute mal stärker war, kann man ihn morgen trotzdem weiter bekämpfen.

Und zu guter Letzt…

Nicht aufgeben, sondern durchhalten! Klar, das kostet Überwindung und es kann sein, dass Sie mal an Ihre Grenzen stoßen, aber… Positiv bleiben! Sie schaffen das! Und ist der Morgen mal so außerordentlich nasskalt und grau und Sie wollen nicht aufstehen und schon garnicht joggen gehen, überlisten Sie sich mit einem „nur bis zur nächsten Ecke“. Der erste Schritt ist der Schwerste, ist man dann erstmal aus dem Bett und losgelaufen geht es meist wie von selbst.

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